20.03.2026
Gibt es am geplanten Standort eines Batteriespeichers Hinweise auf Karsthohlräume im Untergrund? Um diese Frage zu klären, wurden wir mit einer geophysikalischen Untersuchung beauftragt.
Zum Einsatz kam das Verfahren der Geoelektrik, mit dem sich Unterschiede in der elektrischen Leitfähigkeit des Untergrunds erfassen lassen. Dabei wird über Elektroden elektrischer Strom in den Boden eingespeist, während weitere Elektroden die daraus resultierende Spannung messen. Aus diesen Messwerten lässt sich ein Modell der elektrischen Leitfähigkeits- bzw. spezifischen Widerstandsverteilung des Untergrunds berechnen, das Rückschlüsse auf geologische Strukturen oder mögliche Störzonen erlaubt.
Die Auswertung zeigte in mehreren Parallelprofilen eine auffällige Zone mit geringerer Leitfähigkeit im Vergleich zum benachbarten Untergrund (vgl. Abbildung 1). Solche Anomalien können auf geklüftete oder aufgelockerte Bereiche bis hin zu möglichen Hohlräumen hinweisen.
Wir empfahlen daher, den Bereich gezielt durch eine Bohrung zu überprüfen. Diese bestätigte einen stark geklüfteten Untergrund und der Auftraggeber konnte durch gezielte Maßnahmen den Baugrund ertüchtigen.
Das Projekt zeigt, wie geophysikalische Methoden frühzeitig Hinweise auf potenzielle Baugrundrisiken liefern und so eine fundierte Grundlage für weiterführende Untersuchungen sowie eine sichere Planung schaffen.
Abbildung 1: 2D-Modell der spezifischen Widerstandsverteilung entlang eines Beispielprofils. Der gekennzeichnete Bereich mit erhöhtem Widerstand steht im Zusammenhang mit dem durch eine Bohrung nachgewiesenen geklüfteten Bereich.

In Bonn.
In Deutschland.
International.